Home | Projekte und Aktivitäten | Theater | Sommernachtstraum

Blick ins Auge der Realitätärätäääät!

Die Musik-Theater-Ag des Ratsgymnasiums inszeniert die Shakespeare-Komödie „Ein Sommernachtstraum“ in der Grauzone zwischen Traum und Wirklichkeit. Am 6.3., 7.3. und 8.3. um 19.30 Uhr in der Aula des RGS.

Sind wir tatsächlich in der einen Wirklichkeit, der traurigen Realität gefangen? Wie oft brechen wir aus, um zum vermeintlich „Eigentlichen“ vorzudringen? Shakespeare auf jeden Fall lässt vier junge Verliebte in einer Sommernacht aus ihrer hierarchischen einschnürenden und geordneten Wirklichkeitswelt fliehen: Hermia, die Demetrius heiraten soll, aber Lysander liebt, Lysander, der Hermia zurückliebt, sie aber nicht bekommen soll, Demetrius, der Hermia heiraten möchte und Helena, die Demetrius liebt und von niemandem geliebt wird - nicht mal von sich selbst.

Sie kommen in eine nächtliche Gegenwelt, in der nicht nur die unberechenbaren Gefühle des Elfenkönigspaars Titania und Oberon, sondern auch die Zauberkräfte des listigen Kobolddieners Puck herrschen. Hier liegen Titania und Oberon in so heftigem Streit um ein kleines Kind, dass die Naturgewalten ins Wanken geraten.

In dieser Nacht ist auf nichts Verlass, die jungen Liebenden der RGS-Inszenierung sehen sich in eine andere Dimension geworfen mit den entgrenzenden Rauschzuständen künstlicher Paradiese, virtuellen Realitäten und mit Disco-Fieber konfrontiert: Das Begehren ändert rasant seine Richtung, was angehimmelt war, wird abstoßend, das Ungeliebte zum Ideal. Doch nicht nur die Verliebten taumeln stellvertretend für uns durch das Dickicht ihrer Gefühle. Gleichzeitig versucht eine engagierte Truppe laienschauspielernder Prolls eine tragische Komödie mit echten Gefühlen auf die Bühne zu bringen. Die Menschen erkennen sich nicht mehr, werden ge- und ent-täuscht, werden halbe Tiere. Aber auf das skurrile Treiben der Nacht soll der Tag mit seiner Ordnung, seinen Plänen von Eheglück und temperiertem Leben folgen. Happy End oder böses Erwachen?

Nach den viel gelobten Aufführungen von Romanklassikern des frühen 20. Jahrhunderts („Der große Gatsby“ von Fitzgerald 2015 und „Schöne neue Welt“ 2016) wendet sich die Musik-Theater-Ag in diesem Jahr also dem Komödienklassiker Shakespeares zu. Die Gruppe inszeniert die Komödie mit einem über 30-köpfigen Schauspielensemble und einer Live-Band, die Elemente Musik und Tanz spielen wie schon in den vergangenen Jahren eine große Rolle: Der Klassiker der Weltliteratur wird hier zum Schauspiel-Musik-Tanz-Wirbel, der sich um nächtliches Fieber und Rausch dreht, um Verwirrungen in der Menschen- und Feenwelt und um die Unmöglichkeit der Liebe und zugleich darum, dass sie die einzige Hoffnung ist. Shakespeares Verwirrspiel um Träume und Identitäten ist über 400 Jahre alt. Und dennoch auf der RGS-Bühne ein lebendiger, jugendlicher Stoff über eine Nacht, in der die Gefühle verrücktspielen und Puck seine ganz eigene Wahrheit konstruiert, indem er sie boykottiert, die Realitätärätäääät!

Karten kosten 9 Euro (ermäßigt 6 Euro) und können an der Abendkasse, in der Schule vor dem Schulsanitätsraum sowie im iPunkt/Stadthagen gekauft werden.

HERMIA

HELENA

LYSANDER

DEMETRIUS

HERMIA VARIANTE 1

HELENA VARIANTE 2

Template Design Ext-joom.com