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Berufsorientierung am RGS

Was soll ich tun?

Die an unserer Schule durchgeführten Maßnahmen zur Berufs- und Studienvorbereitung beginnen in der Sekundarstufe II mit dem zweiwöchigen Praktikum im 10. Jahrgang. Dieser Jahrgang ist für unsere Schulform der wichtigste Jahrgang hinsichtlich Studien- und Berufswahlorientierung, weil mit der anstehenden Kurswahl u.U. wichtige berufliche Vorentscheidungen getroffen werden und weil der Regelfall an unserer Schule das Abitur ist. Die Quote derjenigen Schülerinnen und Schüler, die nach dem 9. Jahrgang die Schule verlassen, ist ausgesprochen gering und liegt bei etwa 2-5%.

Die Vorbereitung des Praktikums liegt in den Händen der Politiklehrkräfte der entsprechenden Klassen. Sie besprechen die Wahl der Praktikumplätze (Kriterien der Wahl, Eignung, Interessen etc.) und üben in Rollenspielen und Gesprächsform die Kontaktaufnahme mit den Betrieben sowie die Vorstellung bzw. Bewerbung um den Platz. Ausführlich erörtert wird das Verhalten im Betrieb und mögliche Problem- bzw. Konfliktfelder.

Die Schüler und Schülerinnen des 10. Jahrgangs müssen über ihr Praktikum einen nicht standardisierten Bericht verfassen, der als Grundlage einer individuellen Auswertung der Praktika dient. Dieser Bericht wird benotet und von der Lehrkraft begutachtet. Die wesentlichen Ergebnisse des Praktikums werden mit der Lehrkraft und in der Klasse besprochen. Während des Praktikums besucht die betreuende Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler an ihrem Praktikumplatz und erhält so schon einen ersten Eindruck von der Qualität des Platzes und der im Betrieb angebotenen Betreuung. Einzelne Schülerinnen und Schüler können gezielt in qualitativ hochwertige technische Praktikumplätze vermittelt werden, die sich aus der Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft und den Betrieben der Metallverarbeitung ergeben haben.

Einen herausragenden Bestandteil im berufs- und studienwahlorientierenden Curriculum des Ratsgymnasiums nimmt die große Tagung zur Frage "Was kommt nach dem Abitur?" ein. Diese zweitägige Veranstaltung für den gesamten 11. Jahrgang wird seit 2002 in der Evangelischen Akademie in Loccum veranstaltet, dient also der Vertiefung der im Praktikum gewonnenen Erfahrungen. Sie ist der wichtigste Baustein, den wir unseren Schülern im Bereich Berufs- und Studienvorbereitung bieten.

Am ersten Vormittag können die Beteiligten sich über "Konkrete Übergänge – die Zeit nach dem Abitur" informieren. Es werden Vorträge und Gespräche mit Vertretern der Bereiche Freiwilliges soziales Jahr, Auslandsaufenthalte, Bundeswehr und Zivildienst sowie Fachschulen, Ausbildung und Handwerk angeboten.

Am Nachmittag vermitteln ca. 20 Vertreter verschiedenster Berufsfelder Einblicke in Studium, Ausbildung, Schritte in die berufliche Praxis und Anschlussperspektiven, darunter auch ehemalige Schüler und Eltern. In drei jeweils 60minütigen Gesprächsrunden kann jeder Schüler drei Berufsfelder seiner Wahl kennen lernen. Im Januar 2009 waren u.a. die Bereiche Biologie, Ingenieurwissenschaften, Elektrotechnik, Finanzwesen, Geisteswissenschaften, Psychologie, Journalismus, Theologie, Medizin, IT-Berufe, Jura, Ökonomie, Sprachen, soziale und kreative Berufe sowie die Polizei vertreten. Am zweiten Tag finden Übungen von Vorstellungs- und Bewerbungsgesprächen mit Personalchefs größerer Unternehmen statt.

Im Mai bieten wir den Schülern des Doppeljahrgangs 11/12 Gelegenheit, an einem Studieneignungstest für die Bereiche Sprachwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik/Informatik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften teilzunehmen. Der für uns zuständige Berufsberater des Arbeitsamtes steht unseren Schülerinnen und Schülern alle vier Wochen ganztägig in einer Sprechstunde im Beratungslehrerzimmer zur Verfügung. Pro Sprechtag wird er durchschnittlich von 10 Schülerinnen und Schülern frequentiert. Da wir mit dem Berufsberater schon sehr eng bei der Konzeption, Planung und Realisierung unseres oben dargestellten Berufs- und Studienorientierungsseminars in Loccum kooperieren, ist er bei den Schülern gut eingeführt und bekannt, so dass keine Hemmschwellen existieren, ihn auch in Anspruch zu nehmen.

In der letzten vollen Schulwoche des 9. Jahrgangs führen wir ein Bewerbungstraining durch, das von sechs Ausbildern der Firma Up-Consulting einen Vormittag lang durchgeführt wird. Zur eigenständigen Informationsbeschaffung gibt es in der Schule zum einen den ausbildungs- und studienwahlrelevanten Bereich der Schülerbibliothek, der mit entsprechender Literatur ausgestattet ist. Hier sind auch die Möglichkeiten für Internet-Recherchen gegeben. In der Schülerbibliothek liegt weiterhin jährlich für den 11. und 12. Jahrgang der umfangreiche Studienführer des Arbeitsamtes zur Abholung und Lektüre bereit; für den 12. bzw. 13. Jahrgang können dort die Informationen der ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze) abgeholt werden. Am "Schwarzen Brett" der Berufsorientierung, zentral vor dem Zugang zur Aula hängend, finden sich regelmäßig Ankündigungen zu lokalen und regionalen Berufsinformationsveranstaltungen sowie Ausschreibungen für Ausbildungsplätze. Dort findet sich ebenfalls ca. 10 Tage vorher die Ankündigung des Besuches des Berufsberaters vom Arbeitsamt. Die Schüler können sich entsprechend in eine Liste eintragen. In einem Zeitschriftenregal neben der Ablage vor dem Schwarzen Brett liegen jeweils die neusten Periodika des Arbeitsamtes und anderer Anbieter zur Mitnahme bereit.

Für den 11./12. Jahrgang werden jedes Jahr die Hochschulinformationstage der Universität Hannover angeboten; interessierte Schülerinnen und Schüler können sich zum Besuch in Listen eintragen und sind dann vom Unterricht befreit. Einzelne Leistungskurse oder Prüfungskurse informieren sich darüber hinaus fachspezifisch an und in den Universitäten über die Studienmöglichkeiten (z.B. in Physik an der Universität in Clausthal-Zellerfeld oder in Philosophie an der Gesamthochschule Kassel).

 

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